Düngung

Kontrollversagen: Schlachtabfälle auf bayerischen Feldern

BR Fernsehen, 13.04.202

Pro Jahr werden in Deutschland über 50 Millionen Schweine geschlachtet. Dabei fallen Schlachtabfälle an, für deren Entsorgung strenge Regeln gelten. Trotzdem wurden tausende Tonnen Schlachtabfälle des Fleischproduzenten Tönnies illegal in einer Biogasanlage in Bayern verarbeitet und anschließend als Dünger auf Feldern verteilt. Die Behörden haben Hinweise lange nicht ernst genommen.

Im Landkreis Eichstätt sollen rund 13.000 Tonnen Schlachtabfälle illegal in einer Biogasanlage entsorgt worden sein – auch aus einem Tönnies-Schlachthof. Gärreste aus der Anlage landeten ohne ausreichende Hygieniesierung als Dünger auf 300ha Ackerfläche. Warum fiel das lange nicht auf?


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Die Entsorgung von Schalchtabfällen - etwa 20% fallen in den Fleichversrbeitung an - bedarf aufgrund hygienischer Kirterien einer besondern Aufmerksamkeit bei der technischen Aufbereitung und Entsorgung und dementstsprechend sorgfältig muss die behördlichen Kontrolle erfolgen. Die Zwischenstufe der Entsorgung über Biogasanlagen ist eine gute Aufbereitungszwischenstufe, wenn hier die notwendigen Hygienemaßnahmen und die technische Aufbereitung erfolgen. Anschließend sind die durch die Biogasanlage zwischenbehandelten und hygienisierten Abfälle soweit unbedenklich, um sie als Dünger auf Feldern ausbringen zu können.

Der hohe technische Aufwand in der Biogasanlge und die entsprechend hohen Entsorgungskosten der Fleischverarbeitung sind beiden Betreibern ein Dorn im Auge. Und damit finden sich illegale und leider auch Seuchengefärdete Wege, Schlachtabfälle einfacher und kostengünstiger zu entsorgen. Der massive Gestank und die mit verbundene Verseuchung von Boden und Wasser der Ackerflächen lässt sich nicht vermeiden - die Anwohner schlagen Alarm bei den Behörden ...

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